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LoS - Leben ohne Sucht

Ottefülling-Kinderstiftung unterstützt KPV-Kampagne mit 2.000 Euro

Das Foto zeigt Mitglieder und Kooperationspartner des Kriminalpräventionsvereins Papenburg. Die Ottefülling-Kinderstiftung unterstützt die KPV-Kampagne "Leben ohne Sucht" mit 2.000 Euro.
Eine Kampagne zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und anderen Suchtmitteln hat der Kriminalpräventionsverein Papenburg (KPV) auf den Weg gebracht.
 
Im Rahmen eines Pressegespräches stellte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft, der gleichzeitig Vorsitzender des KPV ist, gemeinsam mit Vereinsvertretern und Kooperationspartnern das Programm vor. Gefördert wird die Aktion von der Ottefülling-Kinderstiftung, deren Vertreter, Johannes Pott, eine symbolischen Scheck über 2.000 Euro überreichte.
 
Geplant sind in der Zeit vom 11. April bis zum 14. November mehrere Aktionen von Mitgliedern des Arbeitskreises Sucht. So wird es unter anderem öffentliche Vorträge, beim Stadtfest eine Umtauschaktion von alkoholischen gegen nichtalkoholische Getränke und mehrere Kurse mit einem Selbstkontrolltraining für einen verantwortungsbewussten Umgang bei riskantem Konsumverhalten geben.
 
Das komplette Programm und ein Verzeichnis der Kooperationspartner stehen in einem Flyer, der hier zum Download hinterlegt ist.
 
Weitere Informationen: 
 
Laut Jahrbuch Sucht konsumieren in Deutschland etwa 9,5 Millionen Menschen Alkohol in gesundheitlich riskanter Weise, davon sind 1,3 Millionen abhängig. Verschiedene Studien gehen von bis zu 400.000 Glücksspielern aus. Zwischen 1,4 und 1,9 Mio. Erwachsene sind medikamentenabhängig. Rund zwei Millionen vor allem junger Menschen konsumieren in Deutschland regelmäßig Cannabis, etwa 600.000 von ihnen weisen einen missbräuchlichen oder abhängigen Konsum auf. 
Laut einer aktuellen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung aus dem Jahre 2010 steigt die Anzahl der in Krankenhäusern mit Alkoholvergiftung eingewiesenen Kinder und Jugendlichen. Auch im Emsland und in Papenburg bildet sich eine wachsende Gruppe von Kindern und Jugendlichen heraus, die riskant Alkohol konsumieren. Begriffe wie „Komasaufen“ oder „Flatrate-Trinken“ sind in der breiten Öffentlichkeit bereits bekannt.
 
Der Kriminalpräventionsverein Papenburg e.V.
 
Gegründet wurde der Kriminalpräventionsverein Papenburg (KPV) im Jahre 2003 durch die damaligen Mitglieder des „Runden Tisch Prävention“, der bereits 1995 durch den Leiter des Polizeikommissariats Papenburg ins Leben gerufen worden war. Neben dem aktuellen Polizeichef und dem Papenburger Bürgermeister sowie ihre jeweiligen Stellvertretern sind Vertreter der Stadtverwaltung und des Landkreises Emsland, Mitarbeiter der Papenburger Beratungsstellen, die Leiter des Amtsgerichts und der Johannesburg sowie Vertreter der Schulen und Kindertagesstätten sowie auch ehrenamtlich engagierte Personen im KPV aktiv.
 
Seit seiner Gründung hat der KPV unter anderem 2009 den ersten Papenburger Präventionstag mit dem Gastredner Prof. Dr. Christian Pfeiffer sowie 2011 den zweiten Präventionstag mit einem großen Schüler-Zukunftswettbewerb durchgeführt.
 
Im Jahre 2010 wurden zum ersten Mal verschiedene Präventionsveranstaltungen im Rahmen eines Themenjahres „Häusliche Gewalt“ unter Federführung des KPV zusammengefasst. Hierbei wurde das Ziel verfolgt, eine nachhaltige Sensibilisierung der Öffentlichkeit und damit verbunden eine größere Transparenz bei den vielfältigen Hilfsangeboten vor Ort zu erreichen.
 
2012 möchte der KPV mit einem Themenschwerpunkt auf den hohen Suchtmittelkonsum bei jungen und älteren Menschen in unserer Gesellschaft aufmerksam machen.
 
Der Kriminalpräventionsverein Papenburg will mit dem Themenjahr einen Beitrag dazu leisten, das Thema „Sucht“ mehr in den Blick der Öffentlichkeit zu bringen. Er möchte für einen risikoarmen Alkoholkonsum bzw. für ein suchtmittelfreies Leben werben und auf Beratungs- und Behandlungsangebote vor Ort verweisen. Der Verein will auch dazu beitragen, dass gefährdete und/oder bereits konsumierende Jugendliche lernen, sich selber zu schützen.