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Straßenbeleuchtung: Papenburg rüstet auf LED-Technik um

Weniger CO² - Niedrigere Energiekosten - Reduzierte Unterhaltungskosten

Klimaschutz und Energieeffizienz bei der Stadtbeleuchtung im Blick: (von links) Erster Stadtrat Martin Lutz, Günter Pohl (EWE), Alfons Evers (EWE), Stadtbaurat Dirk Landeck und Gerhard Niemann (EWE) stellten die Vorteile der neuen LED-Technik heraus.
Eine „Vorreiterrolle in Fragen der energieeffizienten Straßenbeleuchtung“ bescheinigte Gerhard Niemann, Kommunalbetreuer bei der EWE Oldenburg, der Stadt Papenburg.
 
Anlässlich eines Pressegesprächs, das gestern im Rathaus stattfand, informierte Niemann gemeinsam mit seinem Kollegen Günter Pohl und Stadtbaurat Dirk Landeck sowie dem Ersten Stadtrat Martin Lutz über die städtischen Aktivitäten, vorhandene Quecksilberdampfhochdrucklampen gegen moderne LED-Leuchten auszutauschen.
 
In einem ersten Abschnitt werden Niemann zufolge bis Mitte Mai 385 Straßenlampen auf LED-Technik umgestellt. Die EWE Oldenburg hatte den Auftrag im Rahmen einer Ausschreibung erhalten und arbeitet jetzt den ersten Bauabschnitt ab. Rund 200.000 Euro investiert die Stadt in die neue Straßenbeleuchtung, wobei das Bundesumweltministerium rund 40 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Bis 2014 sollen die verbleibenden rund 1700 Lichtpunkte, die noch mit der herkömmlichen Quecksilberdampfhochdrucktechnik bestückt sind, umgerüstet werden.
 
Allein durch die Umstellung der 385 Leuchtkörper im ersten Bauabschnitt werden jährlich rund 78.000 Kilowattstunden Strom eingespart und cirka 38 Tonnen weniger CO² ausgestoßen. Neben der positiven Klimabilanz spart die Stadt damit jährlich rund 18.000 Euro Energiekosten.
 
Nach Ümrüstung der rund 1.700 weiteren Quecksilberdampfhochdrucklampen, die abschnittsweise in den nächsten Jahren erfolgen soll, wird die städtische Straßenbeleuchtung weitere rund 345.000 Kilowattstunden weniger Energie verbrauchen. Dadurch werden die Energiekosten absehbar um nochmals rund 80.000 Euro pro Jahr gesenkt und auch die Unterhaltungskosten, die durch den Betrieb der Beleuchtung entstehen, reduzieren sich durch die wartungsfreundlichere Technik.
 
Nach Abschluss der Umstellungsarbeiten werden jährlich insgesamt rund 210 Tonnen weniger CO² durch die städtische Straßenbeleuchtung ausgestoßen.
  
 
Hintergrundinformation:
 
Quecksilberdampfhochdrucklampen, die bislang für die Straßenbeleuchtung genutzt worden sind, dürfen laut der EU-Richtlinie 245/2009 ab 2015 nicht mehr hergestellt und verkauft werden.