Leitbild für Papenburg

Leitbild - was ist das?

 


Was ist für uns wichtig in der Stadt in der wir wohnen, arbeiten und leben für heute, morgen und übermorgen ?   Welche Kompetenzen und Stärken unserer Stadt und ihrer einzelnen Ortsteile gilt es auszubauen, welche Schwächen sind vorhanden und sollten ausgeräumt werden ?   Welche Ziele sollen erreicht werden und welche Maßnahmen sind notwendig, damit diese Stadt eine Lebensqualität erhält, in der auch unsere Kinder und Enkelkinder gut leben können?   Diese Fragen standen im Mittelpunkt, als der Rat der Stadt Papenburg im Juni 2007 folgenden Beschluss fasste: „Die Stadt Papenburg führt unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung einen Leitbildprozess als Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und eine zukunftsorientierte Positionierung der Stadt durch“.   Ausgangspunkt des Leitbildprozesses war die Betrachtung der Stadt als Ganzes. Die heutige Stadt Papenburg mit ihren Stadtteilen „Obenende“ und „Untenende“ sowie den fünf ehemals eigenständigen Ortsteilen Aschendorf, Bokel, Herbrum, Tunxdorf und Nenndorf ist Lebensraum für rund 35.000 Einwohner.   Anforderungen und Wünsche aus verschiedensten Interessen- und Anspruchsgruppen machten es erforderlich, eine generelle Leitlinie für das Handeln in mittel- bis langfristiger Perspektive (2015) zu entwickeln. Eine Leitlinie, die ohne Einflussnahme von Politik und Verwaltung aus der Bürgerschaft unserer Stadt entstehen sollte und nach der Anspruchsgruppen, Entscheider und Bürgerinnen und Bürger Papenburgs ihr Handeln ausrichten. Ein kooperatives Miteinander der Stadtteile zu fördern und stadtteilspezifische Stärken für eine positive Stadtentwicklung heraus zu arbeiten waren wesentliche Ziele in unserem Leitbildprozess.

Der Leitbildprozess

Leitbildforum - Mitglieder und Aufgaben

Die Mitglieder der Leitbildforums

Ein Koordinierungsteam, dem der Bürgermeister und seine Stellvertreter sowie die Mitglieder der im Rat vertretenen Fraktionen angehörten, hat den Leitbildprozess vorbereitet und koordiniert. Erste Aufgabe dieses Gremiums war es, ein Leitbildforum zu bilden.In einem offenen Verfahren hatten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt die Möglichkeit, sich um die Mitarbeit im Leitbildforum zu bewerben.  

 

Im Leitbildforum waren 40 Personen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen der Stadt vertreten. Wesentliche Kriterien für die Zusammensetzung des Leitbildforums waren:

 

  • Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern aus möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen (insbes. Vereine, Verbände, Handel, Gewerbe, Kultur, Bildung, soziale Einrichtungen und ähnliches),
  • Berücksichtigung der Stadtteile,
  • angemessene Präsenz von jungen Familien, Frauen und Senioren,
  • Ausschluss von politischen Mandatsträgern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung,
  • Mitarbeit auf ehrenamtlicher Basis.  


Wesentliche Aufgabe des Leitbildforums war es, den Leitbildprozess zu gestalten und das Leitbild zu erarbeiten. In mehreren Sitzungen und Workshops wurden Zielsetzung und inhaltliche Schwerpunkte des Leitbildes erarbeitet, durch

 

  • Diskussion und Vorschlag der Handlungsfelder unter Berücksichtigung einer Stärken- und Schwächenanalyse der Stadt, 
  • Diskussion und Vorschlag erforderlicher Maßnahmen, um übergeordnete Zielsetzungen zu erreichen,
  • Vorbereitung, Diskussion und Bewertung der Bevölkerungsbefragung,
  • Entwicklung des Leitbildentwurfs unter Berücksichtigung der Bevölkerungsbefragung und der von Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Anregungen und Hinweise, 
  • Formulierung der „gewünschten Zukunft“ in Form des Leitbildes für Papenburg, einschließlich möglicher Maßnahmen zur Umsetzung.

 

Die Mitglieder des Leitbildforums: Anita Assmann, Petra Baron, Sebastian Borghardt, Hans Brauer, Hans-Bernd Eissing, Ludger Engeln, Bengt-Erik Fischer, Ansgar Frischkemuth, Andreas Gebbeken, Anja Glenewinkel, Berthold Hanneken, Hans Hillebrand, Werner Kleimann, Hans Koop, Michael Korden, Frank Kösters, Michael Kuhr, Karine Litz-Mermoz, Frank Merz, Elke Meyer, Dagmar Özcelik, Karl Heinz Sürken, Agnes Schenkel, Heinz-Hermann Schmitz, Karin Schneider, Nils Schöpper, Wilhelm Schulte, Josef Schulte-Eissing, Adolf Schüler, Elsmarie Schwab, Rainer Staron, Hermann Terhorst, Christopher Trouw, Heinz Vinke, Karl Voges, Volker Weihrauch, Jan Westphal, Josef Wittrock, Gerrit Weusthof, Jochen Zerrahn


Bürgerbeteiligung

Im Verlauf des Leitbildprozesses wurden neben den Mitgliedern des Leitbildforums als repräsentative Vertreter von Interessen- und Anspruchsgruppen auch unsere Bürgerinnen und Bürger unmittelbar in den Prozess einbezogen.

 

Telefonisch wurden mehr als 800 Einwohnerinnen und Einwohner zu Stärken und Schwächen der Stadt befragt.  Grundlage für die Befragung war ein etwa 40 Punkte umfassender Fragenkatalog, der von den Mitgliedern des Leitbildforums entwickelt worden war.

 

Die Befragungsergebnisse wurden in einer öffentlichen Leitbildveranstaltung am 28. April 2008 im Forum Alte Werft präsentiert. Dabei hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, im Rahmen einer „Meinungsbörse“ eigene Anregungen, Hinweise und Kritik in den Prozess einzubringen. Darüber hinaus konnten im Bürgerbüro und im städtischen Internetauftritt Fragebögen zur Stadtentwicklung ausgefüllt werden.  Die Ergebnisse der BürgerbefragungErgebnisse der Bürgerbefragung und der Meinungsbörse wurden von den Mitgliedern des Leitbildforums analysiert und dienten als Grundlage für das weitere Verfahren.   Das vom Leitbildforum erarbeitete Leitbild wurde am 15. September auf Gut Altenkamp im Rahmen einer Ratssitzung öffentlich präsentiert und an den Ratsvorsitzenden übergeben. In einer weiteren „Meinungsbörse“ konnten Bürgerinnen und Bürger wiederum Hinweise, Anregungen und Kritik zum Stadtleitbild einbringen.


Ratsbeschluss und Evaluationsprozess

In seiner Sitzung am 05. November 2008 hat der Rat das „Leitbild für Papenburg“ wie folgt beschlossen:   „Der Rat der Stadt Papenburg beschließt das „Leitbild für Papenburg“ in der vom Leitbildforum erarbeiteten Fassung. Ferner beschließt er die Durchführung des aus dem Leitbildforum angeregten Evaluationsprozesses, in den weiterführende Ergänzungen und Hinweise zum Stadtleitbild einfließen. Der Rat der Stadt Papenburg bedankt sich bei allen Beteiligten, die an der Entwicklung des Stadtleitbildes mitgewirkt haben und hebt insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Papenburger Leitbildforums hervor. Ergänzend legt der Rat der Stadt Papenburg Wert auf die Feststellung, dass die im Leitbild formulierten Kernkompetenzen der Stadtteile aus seiner Sicht nicht als ausschließliche Entwicklungsfelder zu verstehen sind, sondern als wahrnehmbare Stadtteilprofile, deren Ausbau und Kommunikation besondere Bedeutung beigemessen wird.“    In Abstimmung mit den Mitgliedern des Leitbildforums wurde eine Kurzfassung des Stadtleitbildes erstellt, die an alle Papenburger Haushalte verteilt  und Neubürgern bei der Anmeldung im Bürgerbüro ausgehändigt wird. Die Langfassung des Stadtleitbildes finden Sie hier.  


Evaluation des Leitbildes

Nach der Verabschiedung des Stadtleitbildes im November 2008 trafen sich die Mitglieder des Leitbildforums erstmals am 14. Januar 2010 wieder im Rathaus. Grund für die Zusammenkunft war die erste Evaluation (ugs.: Analyse / Bewertung) des Leitbildes.

Am 15. Juni 2011 folgte die zweite "Evaluationssitzung". Es wurden drei Arbeitskreise gebildet, die sich mit den Themen "Arbeiten in Papenburg", "Kinder in Papenburg" und "Alt werden in Papenburg" beschäftigten.

Die vorerst letzte Evaluationssitzung im Leitbildprozess fand am 19. Juli 2012 an Bord der "Friederike von Papenburg" statt.