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Schwesternkonvent ist bezugsfertig

30. März 2022: In dieser Woche hat Bürgermeisterin Gattung das Schwesternkonvent in Papenburg besucht, um sich vom Stand der Arbeiten ein Bild zu machen. Das Bistum Osnabrück hatte diese Unterkunft zur Verfügung gestellt.

„Innerhalb kürzester Zeit ist es den Kolleginnen und Kollegen gelungen, viele Räume für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen vorzubereiten“, stellt sie stolz fest. Bezugsfertig sind aktuell die Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Den Ukrainerinnen und Ukrainern, die Papenburg offiziell zugewiesen werden, stehen unterschiedliche große Zimmer zur Verfügung, die über eine entsprechende Anzahl Betten verfügen. Neben den Schlafräumen gibt es auch Aufenthaltsräume, sowie ein Spielzimmer pro Etage und sanitäre Anlagen in ausreichender Anzahl. Einige Zimmer sind mit einer Waschmöglichkeit ausgestattet.

„Durch die Unterstützung verschiedenster Institutionen ist es gelungen, hier innerhalb kürzester Zeit eine Unterkunft für die Flüchtlinge bereitzuhalten. Allen Beteiligten spreche ich ein großes DANKESCHÖN aus“, sagt Bürgermeisterin Gattung vor Ort. Sie selbst hat in der vergangenen Woche die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine besucht und ist mit Ihnen mithilfe einer Übersetzerin ins Gespräch gekommen. „Es ist schrecklich, was die Geflüchteten erleben mussten und wie lange sie unterwegs waren, bevor sie in einem fremden Land ankommen, dessen Sprache sie nicht sprechen. Jetzt ist es unsere Aufgabe, den Flüchtlingen schnell das Gefühl der Sicherheit zu geben – das ist hier vor Ort deutlich gelungen.“

Nicht nur die Unterbringung ist gewährleistet, auch die Verpflegung vor Ort ist bereit initiiert. „Innerhalb weniger Stunden hat sich die historisch-ökologische Bildungsstätte bereit erklärt, die Verpflegung zu übernehmen und bereits kurze Zeit später die ersten notwendigen Gegenstände ins Schwesternkonvent gebracht. Der Kinderschutzbund war maßgeblich bei der Ausstattung der Spielzimmer beteiligt. Das St. Lukas-Heim hat Betten zur Verfügung gestellt. Durch die Schulstiftung wird aktuell der Garten auf Vordermann gebracht. Es macht mich sehr glücklich, zu sehen, wie viel in kurzer Zeit bewegt werden kann“, sagt Gattung abschließend.

Jeden Vormittag werden die aktuellen Aufnahme-Kapazitäten an den Landkreis Emsland gemeldet. Durch die Fertigstellung der Räumlichkeiten im Schwesternkonvent stehen nun wieder Kontingente zur Verfügung. Die Stadt Papenburg wartet täglich auf die Informationen, dass weitere Flüchtlinge offiziell zugewiesen werden. Diese werden dann auch im Schwesternkonvent untergebracht. Flüchtlinge, die aus privaten Initiativen nach Papenburg gekommen sind, verbleiben in den bisherigen Wohnungen. Ein Umzug ist zunächst nicht möglich.

Erste zugewiesene Flüchtlinge in Papenburg

18.03.2022 - Am gestrigen Donnerstag sind die ersten Flüchtlinge in Papenburg angekommen, die offiziell von Seiten des Landes zugewiesen wurden. Es handelt sich hierbei um 7 Personen, die bereits in Wohnungen untergebracht sind. Neben diesen zentral zugewiesenen Personen gibt es weitere Ukrainer*innen, die aufgrund privater Initiativen in Papenburg einen Ort der Zuflucht gefunden haben.

„In den nächsten Tagen erwarten wir weitere Zuweisungen“, berichten die Mitarbeiter*innen aus dem Fachdienst Arbeit und Soziales der Stadt Papenburg. Wie viele Flüchtlinge ankommen und wann diese Menschen Papenburg erreichen werden, erfahren die Mitarbeiter*innen dabei erst kurz vorher. Die Zuweisung erfolgt zentral über den Landkreis Emsland. Dort kommen die Flüchtlinge zunächst an und bleiben für einen kurzen Zeitraum in zentralen Unterkünften, bevor sie dann den emsländischen Kommunen zugewiesen werden.

„Um den Menschen hier vor Ort schnell einen Zufluchtsort bieten zu können, wurde das ehemalige Schwesternkonvent vor dem Mariengymnasium angemietet. Dort sind noch einige Arbeiten erforderlich, die jedoch kurzfristig durchgeführt werden. In den letzten Tagen haben wir intensive Gespräche mit dem Bistum Osnabrück geführt und alle offenen Fragen geklärt“, berichten Mitarbeiter weiter. Die zentrale Unterbringung an einem Ort bringt weitere Vorteile mit sich: Die Flüchtlinge können sich untereinander in ihrer Landessprache austauschen und das Erlebte verarbeiten. Auch die Versorgung kann einfacher sichergestellt werden.

„Im Rathaus haben wir in den letzten Tagen alles möglich gemacht, um den ankommenden Flüchtlingen schnell ein neues Zuhause bieten können. Ohne die große Unterstützung aus den einzelnen Fachbereichen im Hause wäre dies nicht möglich gewesen. Meinen großen Dank richte ich insbesondere an die Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Soziales, die unter anderem die Registrierung der Flüchtlinge vornehmen und die Mitarbeiter*innen im Bürgerbüro, die sich um die Anmeldung kümmern. 

Die Menschen – aktuell sind es hauptsächlich Frauen und Kinder – haben Schreckliches erlebt und schlimme Dinge sehen müssen. Nicht nur mir – sondern der gesamten Stadt – ist es daher besonders wichtig, ihnen schnell das Gefühl der Sicherheit zu geben. An das Bistum Osnabrück richte ich meinen Dank für die Möglichkeit der Anmietung des Schwesternkonvents. Wir wollen mit dieser Unterkunft insbesondere bewirken, dass sie sich schnell wieder sicher fühlen“, berichtet Bürgermeisterin Vanessa Gattung. 

In den nächsten Tagen und Wochen werden sicher noch Dinge vor Ort benötigt. Hierüber wird an gesonderter Stelle berichtet. Die Stadt Papenburg bedankt sich bereits für die große Hilfsbereitschaft aus Reihen der Bürgerinnen und Bürger.

Unterbringung und Registrierung von Flüchtlingen

16.03.2022 „Was ist bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu beachten? Wie kann ich die Personen unterstützen, die aufgrund der aktuellen Lage in ihrem Land geflohen sind?“ Derartige und ähnliche Fragen zu Themen in diesem Zusammenhang erreichen die Stadtverwaltung in Papenburg täglich sehr häufig. Neben den behördlichen Zuweisungen von Flüchtlingen ist die Initiative im privaten Sektor ungebrochen groß.

Die Stadtverwaltung wiederholt den dringenden Hinweis, die Flüchtlinge bei der Kommune möglichst zeitnah zu registrieren. Hierzu ist lediglich ein Ausweisdokument erforderlich, durch das die Identität zweifelsfrei geklärt werden kann. Um eventuelle Unterstützungen oder Leistungen durch öffentliche Stellen in Anspruch nehmen zu können, ist eine Registrierung und eine Anmeldung bei der Kommune zwingend erforderlich. Eine Arbeitserlaubnis, um vor Ort direkt in ein Anstellungsverhältnis einzusteigen, kann auch erst auf der Grundlage einer Registrierung erteilt werden.

Um laufend über die aktuelle Situation zu informieren, wurde auf der Homepage der Stadt Papenburg ein eigener Bereich erstellt, der alle Informationen zur Ukraine beinhaltet. Dort findet sich auch ein entsprechender Antrag, der bereits im Vorfeld ausgefüllt werden kann.

Seitens der Stadtverwaltung wird erneut darum gebeten, sich im Vorfeld – vor der Aufnahme von Flüchtlingen im privaten Bereich – der großen Herausforderung bewusst zu sein. Die Unterbringung erfolgt ggf. nicht nur für einen kurzen überschaubaren Zeitraum.

Innerhalb der Stadtverwaltung wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich übergeordnet mit den aktuellen Herausforderungen auseinandersetzt. Derzeit wird eine größere Unterkunft für die Flüchtlinge angemietet, um diese zentral an einem Ort unterzubringen. Bereits angekommene Flüchtlinge verbleiben in ihren bisherigen Unterkünften.

Bei weiteren Fragen stehen die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung zur Verfügung. Die Stadt Papenburg bittet darum, die Registrierung der Ukrainer*innen zu forcieren und sie dabei zu unterstützen. 

HILFE FÜR UKRAINISCHE GEFLÜCHTETE

10. März 2022. "Die Welle der Hilfsbereitschaft und der Solidarität gegenüber den ukrainischen Flüchtlingen ist ungebrochen groß", stellt Bürgermeisterin Vanessa Gattung am Dienstagnachmittag in einem Ter-min mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK fest. Neben diesen waren auch Vertreter von Hilfsorganisationen und Gruppen durch einen Vertreter oder eine Vertreterin anwesend, um sich auszutauschen.

In den vergangenen Tagen haben an unterschiedlichen Stellen viele Gespräche stattgefunden, um die nächsten Schritte festzulegen und sich auch auf verschiedene Themen vorzubereiten. "Die Entwicklung der Flüchtlingsbewegung kann auch jetzt noch nicht gänzlich abgesehen werden. Unzählige Ukrainerinnen und Ukrainer verlassen derzeit ihr Land, finden aber häufig bereits in den direkten Nachbarländern Zuflucht. Dennoch werden wir hier vor Ort alles vorbereiten, um den Menschen schnell wieder ein Dach über dem Kopf zu bieten, damit sie zunächst zur Ruhe kommen können", sagt Bürgermeisterin Gattung weiter. 

Helen Wessels, Bereichsleiterin Migration beim DRK Papenburg, weist darauf hin, dass die ankommenden Personen schwer traumatisiert sein können. "Aktuell sind wir fassungslos über die Situation und haben den dringenden Wunsch, zu helfen. Allerdings muss jedem bewusst sein, was die geflüchteten Menschen bis zur Ankunft hier vor Ort erlebt haben. Sie müssen zur Ruhe kommen und leben in großer Sorge um ihre Angehörigen. Künftig werden die ehrenamtlichen Helfer*innen des DRK bei den bevorstehenden Aufgaben gern unterstützen. Diese kennen sich mit der Thematik bereits aus, und wissen, an welche Institutionen welche Anfrage zu richten ist." Sie bittet dringend darum, Kontakt zum DRK aufzunehmen, sobald Hilfe erforderlich ist. 

WOHIN KANN ICH MICH WENDEN?

Die Stadt Papenburg hat für die große Hilfsbereitschaft eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet. help4ukraine(at)papenburg.de - Bürgerinnen und Bürger können auf diesem Wege schriftlich mitteilen, womit und wie sie helfen wollen. Seitens der Stadtverwaltung wird daran erinnert, dass die Angaben möglichst konkret und vollständig sein sollen. Wenn beispielsweise Wohnraum angeboten wird, sollte direkt in der ersten E-Mail erkennbar sein, wie viele Personen untergebracht werden können, wo sich dieser Wohnraum befindet und auch eine Kontaktaufnahme muss möglich sein. "Wir erhalten täglich unzählige E-Mails. Uns fehlt aktuell die Zeit, mit jedem intensiv ein Gespräch zu führen, daher bitten wir um möglichst konkrete Angaben, um diese Arbeit zu erleichtern", berichtet die Stadtverwaltung. Neben dieser E-Mail-Adresse wird es zukünftig auch eine Hotline geben, über die kurzfristig Fragen beantwortet werden können. Diese wird derzeit eingerichtet. Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, wird die Stadt Papenburg die Telefonnummer bekanntgeben.   

Sollte jemand Wohnraum anbieten, ist dieses Angebot auch verbindlich und möglicherweise über einen längeren Zeitraum notwendig. Die Flüchtlinge, die in einer Wohnung Zuflucht finden, werden dort auch einige Zeit bleiben.  Dies kann zu einer besonderen Belastung führen, der man sich im Vorfeld bewusst sein sollte. 

WOHIN KANN ICH SPENDEN? WAS WIRD GEBRAUCHT?

Vor Ort - an den Grenzen - gibt es viele Hilfsorganisationen, die entsprechendes Material zur Verfügung haben. Die Behörden stehen in einem intensiven Austausch. Aktuell haben viele Organisationen bereits einen Aufnahmestopp für weitere Sachspenden ausgesprochen. Diese werden derzeit vor Ort nicht mehr benötigt. Sobald der Stadtverwaltung andere Erkenntnisse vorliegen, werden wir einen Aufruf auf unserer Seite und den sozialen Medien veröffentlichen, um dann zielgerichtet tätig zu werden. Bereits jetzt fehlt es hier vor Ort jedoch an Fahrrädern. Die Menschen, die ankommen werden, sind hier nicht mobil. Wer also zuhause noch ein Fahrrad stehen hat, welches nicht mehr benötigt wird, kann sich mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in der Gutshofstraße 44 – 46 in Papenburg unter der Telefonnummer 04961 / 66 07 80 in Verbindung setzen. Dort werden diese zunächst gesammelt. Gesucht werden dringend Menschen, die ehrenamtlich bei der Instantsetzung/Reparatur der Fahrräder helfen.

Wer grundsätzlich Interesse daran hat, ehrenamtlich tätig zu sein und die Menschen hier vor Ort zu betreuen, kann jederzeit Kontakt mit dem DRK in Papenburg in der Geschäftsstelle an der Rathausstraße aufnehmen. Dort werden offene Fragen beantwortet. Alternativ auch hier per E-Mail unter: migration(at)drk-emsland.de.

WIE ERFOLGT DIE REGISTRIERUNG DER FLÜCHTLINGE?

Mehrfach wird im Rahmen des Austauschs darauf hingewiesen, dass eine Registrierung der Flüchtlinge dringend erforderlich ist. Erst dann haben sie ein Recht auf einen Krankenversicherungsschutz oder die Möglichkeit, finanzielle Hilfe zu erhalten. Deshalb sollten sich auch alle Flüchtlinge, die durch private Initiativen bereits im Ort angekommen sind, bei der Stadtverwaltung melden.

Was ist hierfür erforderlich? Hierfür ist ein Antrag notwendig, der entweder beim Fachdienst Arbeit/Soziales in der Von-Galen-Str. 11 in Aschendorf abgeholt oder online von der Homepage heruntergeladen werden kann. Bei der Abholung ist ein tagesaktueller negativer Corona-Test erforderlich. Nachdem der Antrag vollständig ausgefüllt wurde, kann eine Registrierung vor Ort erfolgen. Hierzu erfolgt eine Terminabstimmung.

Kontakt zur Stadtverwaltung

Migrationsberatungs- u. Kontaktstelle des DRK-Kreisverband Emsland e.V.

Telefon: 04961/91230

E-Mail: migration@drk-emsland.de