Die Ausstellung vereint Fotografie und Installationen, Skulpturen und Malerei. Ein gemeinsames Interesse verbindet die Arbeiten der drei Kunstschaffenden trotz der unterschiedlichen Medien: die Auseinandersetzung mit menschlicher Wahrnehmung, gesellschaftlichen Veränderungen und dem Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart.
So setzt sich Kirsten Radermacher in ihrer Werkgruppe GIFTROT mit den Folgen industrieller Rotschlammablagerungen auseinander. Martin Langer zeigt reduzierte Skulpturen, die sich mit archetypischen Vorstellungen von Würde und innerer Größe beschäftigen. Andreas Bausch wiederum arbeitet mit einem offenen, prozesshaften Malstil, bei dem Schicht für Schicht dynamische Bildwelten entstehen.
Eine besondere Rolle spielen dabei die Skulpturen im Außenbereich von Gut Altenkamp. Nach längerer Zeit werden rund um das Herrenhaus wieder plastische Arbeiten präsentiert. „Dass Skulpturen nun erneut im Barockgarten zu erleben sind, ist etwas Besonderes“, sagt Marco Malorny, Fachbereichsleiter Museen und Soziokultur der Stadt Papenburg. „Vor dem Grün des Barockgartens entfalten Martin Langers schlanke, leuchtende Figuren eine ganz eigene Präsenz. Ein reizvoller Kontrast zwischen reduzierter Form und gewachsener Natur."
Die Ausstellung Rotschlämme, Könige und Zeitgeist ist vom 28. Juni bis zum 18. Oktober 2026 dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Gut Altenkamp in Papenburg-Aschendorf zu sehen.